Die Trauben und Weinregionen unserer Weine

Die hochwertige Traube des Chardonnays, die ursprünglich aus Vorderasien nach Frankreich gelangte, hat sich über die Jahre als eine der populärsten Weißweinsorten der Welt etabliert. Als Kreuzung zwischen Heunisch und Pinot wird sie der Burgunderfamilie zugeteilt. Aus der Chardonnay Traube werden viele weltweit bekannte Spitzenweine erzeugt, u.a. Chablis, Meursault oder Montrachet. Die hohe Popularität hat der Chardonnay sicherlich auch seiner Anpassungsfähigkeit zu verdanken. Heutzutage beheimatet an vielen Orten der Welt, bringt die Traube naturgemäß unterschiedliche Weinstile hervor. Da sie, im Gegensatz zum Riesling, über keinen starken charakteristischen Eigengeschmack verfügt, ist die Weinbergslage für einen guten Chardonnay entscheidend. Ein erfahrener Kellermeister kann mit ihr eine Vielfalt von Weinen kreieren – lebendig und schäumend, erfrischend und ohne Eichenausbau, reichhaltig und butterig oder sogar süß.

Geschmack: leicht nussig, breit gefächert und unaufdringlich, außer bei zuviel Eiche

Chenin Blanc, auch bekannt als Pineau de la Loire oder Pineau d`Anjou, ist eine weit verbreitete, alte weiße Rebsorte, die schon seit dem 9. Jahrhundert in Frankreich angebaut wird. In Südafrika verwendet man für die exzellente Edelrebe oft den Namen Steen (oft auch Stein), wo sie mit etwa zwanzig Prozent Rebfläche die am häufigsten angebaute weiße Rebsorte ist. Das größte Anbaugebiet für Chenin Blanc in Südafrika ist unter anderem Swartland, in dem auch das beschauliche Tulbagh liegt. Die kegelförmig bis rundlich ovale Traube mit einer dünnen, aber festen, Schale trägt ein goldgelbes Antlitz und ist von mittlerer Größe. Chenin Blanc zeichnet sich vor allem durch ein fruchtbetontes und leichtes Aroma aus.

Geschmack: fruchtig, blumig, filigranes Frucht-Säure-Spiel

Der Grauburgunder, auch Pinot Gris, Pinot grigio oder Ruländer genannt, wird den Weißweinsorten zugeordnet, obwohl seine Beeren eine rötliche Schale haben. Es handelt sich beim Grauburgunder um eine Mutation des Spätburgunders. Bei weiterer Mutation entsteht daraus der hellschalige Weißburgunder. Der Grauburgunder stellt hohe Ansprüche an die Lage, da er sehr empfindlich gegenüber späten Maifrösten und starken Temperaturschwankungen ist. Außerdem ist er anfällig für Mehltau und Grauschimmel. Ein typischer Grauburgunder hat eine mäßige bis niedrige Säure, wird trocken, aber körperreich ausgebaut und besitzt eine kräftige goldgelbe Farbe. Im Duft finden sich Aromen von Nüssen, Mandeln und Butter genau wie fruchtige Aromen  wie Birne, Ananas und Zitrusfrüchte.

Geschmack: buttrig, fruchtig, eher säurearm

Im deutschen Weinbau stellt der Riesling die bedeutendste Rebsorte dar. Die Riesling Traube ist für den Weißwein, was Carbernet Sauvignon für Rotwein ist. Keine andere Weißweintraube kann je nach Herkunft und Weinberg völlig verschiedene Weine hervorbringen und dabei immer ihre Sortencharakteristik bewaren. Der intensive, mineralische Duft eines Rieslings erinnert je nach Herkunft, Süßegrad und Alter oft an Blumen, Lindenblüten und Honig. Beheimatet in Deutschland liefert die Riesling Traube nicht nur große edelsüße Weine, sondern auch feine, feste trockene Erzeugnisse, welche in den vergangenen Jahren immer beliebter werden. Das größte Anbaugebiet des Rieslings ist die Mosel, Saar und Ruwer Region mit ihren feinen, duftigen und filigranen Weinen. Darauf folgt die Pfalz, welche besonders saftige, kräftige Rieslinge liefert.

Geschmack: aromatisch, rassig, delikat ausdrucksstark, selten in Eiche ausgebaut

Viognier ist eine seltene weiße Traubensorte, die in den letzten Jahren eine Renaissance erlebte. Bezeichnend für diese besondere Rebsorte ist ihr starkes Aroma und ein Duft, der an Pfirsiche, Aprikosen und Wildblumen erinnert. Viognier wird hauptsächlich in Frankreich kultiviert, erfreut sich aber auch in ferneren Weinanbaugebieten wie in Südafrika wachsender Beliebtheit. Viognier-Weine haben eine relativ kräftige, oft goldgelbe Farbe. Dieser exotische Wein bietet mit seiner feinen Säure ein außergewöhnliches Geschmackserlebnis.


Geschmack: betörend, kräftig, blumige und fruchtige Exotik

Der Weißburgunder, auch Pinot blanc oder Pinot bianco (Italien) genannt, ist die hellschalige Mutation des Pinot Noir (Spätburgunder). Als Zwischenstufe gilt der Grauburgunder mit hellen Beeren, aber roter Schale. Der Weißburgunder stellt recht hohe Anforderungen an Boden und Klima - er bevorzugt geschützte, trockene und warme Lagen und möglichst tiefgründige Böden. Im Elsass gilt der Pinot blanc als unkompliziert Alltagstraube. In Österreich dahingegen wird er oft gehaltvoll ausgebaut (u.a. als Beerenauslese). In Deutschland wird er als körperreich trockener Weißwein geschätzt und hat sich über die Jahre als Alternative zum Riesling etabliert, insbesondere in Weinbaugebieten, in welchen die Bedingungen für den Riesling zu warm sind. Der Weißburgunder hat relativ wenig Säure und wird gerne jung getrunken.

Geschmack: lebendig, leicht, dem Chardonnay ähnlich

Dornfelder stellt eine der beliebtesten und erfolgreichsten deutschen Rebsorten dar. Die Moderebsorte ist in vielen Weinregionen nach wie vor "everybody's darling". Der Dornfelder wurde nach dem Weinbaufachmann Imanuel Dornfeld benannt, der in Weinsberg eine Weinbauschule gründete, und ist eine Kreuzung aus Helfensteiner (Frühburgunder x Trollinger) und der Heroldrebe (Portugieser x Lemberger). Dornfelder wird meist trocken, teilweise auch halbtrocken ausgebaut. Aus der Traube gehen typisch tiefgefärbte dunkelrote Weine hervor, die fruchtig, körperreich und von milder Säure sind. Junge Weine weisen intensive Fruchtaromen wie Sauerkirsche, Brombeere und Holunder auf. Im Barriqueausbau können sehr schöne lagerfähige Weine entstehen. Angebaut wird die Rebsorte insbesondere in der Pfalz, Rheinhessen und in Württemberg.

Geschmack: fruchtig, samtig und rund, je nach Reifegrad zart bis kräftig

Shiraz ist eine imposante und hochwertige rote Rebsorte, die ursprünglich im Rhônetal in Frankreich kultiviert wurde, und in der frankophilen Welt unter dem Namen Syrah bekannt ist. Die Rebsorte ist als Edelrebe bekannt und hat in den letzten Jahren eine hohe Bekanntheit erlangt. Ausgehend von der Rhône hat diese Rebsorte die Herzen vieler Weinfreunde auf aller Welt erobert. Einige der bekanntesten Shiraz-Weine werden in Südafrika auf etwa 1.000 Hektar Fläche angebaut. Shiraz-Trauben zeichnen sich durch eine tiefrote Färbung und Aromen von Johannisbeeren oder dunklen Waldfrüchten aus. Oft wird der Geschmack durch eine erdige, würzige und schokoladige Note ergänzt.

Geschmack: samtig, voll, beerig und würzig

Der Spätburgunder, auch als Pinot Noir bekannt, ist eine der bekanntesten roten Rebsorten weltweit. Die als Edelrebe ausgezeichnete Sorte gilt als Klassische Rote in kühleren Weinbaugebieten wie Deutschland. Wie die anderen Burgundersorten auch, stammt der Pinot Noir ursprünglich aus dem Burgund in Frankreich ehe er nach Deutschland kam. Inzwischen ist Deutschland nach Frankreich und den USA der drittgrößte Produzent für Spätburgunder. Das größte deutsche Anbaugebiet ist mit weitem Abstand Baden. In der Regel kommt der Spätburgunder als trockener Rotwein auf den Markt. Manche Winzer bauen ihn auch als Roséwein aus oder lassen ihn im Eichenfass (Barrique) reifen, so dass er Holzaromen erhält. Eine ganz besondere Spezialität ist der „Blanc de Noirs“. Hierfür werden die Trauben sanft gepresst und die Schale sofort entfernt, so dass keine roten Farbstoffe in den Saft gelangen können. Dadurch erhält man einen hellen Saft bzw. Weißwein aus roten Trauben. Der Spätburgunder schmeckt vollmundig und sowohl der Duft als auch das Aroma sind typisch beerig. Er hat eine kräftige rote Farbe mit dezenter Tanninstruktur und ist der ideale Begleiter zu Fleischgerichten, Ziegenkäse oder Vollmilchschokolade.

Geschmack: samtig, voll und beerig

Oftmals wird die Pfalz mit Ihren sanften Hügeln als die Toskana des Nordens bezeichnet. Die zweitgrößte Weinregion Deutschlands (nach Rheinhessen) erstreckt sich mit ihrem 80km langen Rebengürtel zwischen dem Haus der Deutschen Weinstraße in Bockenheim und dem Deutschen Weintor an der Grenze zum Elsass. Ähnlich seines französischen Nachbarn ist die sonnenreiche Pfalz das trockenste Gebiet Deutschlands. Die meistkultivierte Traube der Pfalz ist der Riesling und dank des freundlichen Klimas hat sich die Dornfelder Rotweintraube an zweiter Stelle etabliert. Zu internationaler Annerkennung gelangt die Pfalz dank der immer größeren Schar ambitionierter Winzer und auch im Bereich des ökologischen Weinanbaus sind die Pfälzer ganz vorne dabei - siehe unseren Wein vom Weingut Wick - einem Vorreiter der ökologischen Weinkultur - bereits seit 1986.

Rheinhessen ist Deutschlands größte Weinregion - mit Weinbergen soweit das Auge reicht und Hügeln, durch die sich der Rhein sein Bett gegraben hat. Die Region erstreckt sich über 1.400km² vom Rhein bei Bingen über Mainz und Worms bis an die pfälzische Weinbaugrenze im Süden des Landes Rheinland-Pfalz. Die überdurchschnittliche Sonnenscheindauer bringt besonders ausdrucksstarke Weine hervor. Auf über 26.000 Hektar Rebfläche gedeihen in Rheinhessen moderne, unkomplizierte Weine, ebenso wie absolute Spitzenprodukte. Aufgrund seiner einzigartigen Lage und des warmen und trockenen Klimas verfügt der Goliath unter den Weinregionen über ein enormes Potenzial, das neben erfahrenen traditionellen Winzern in letzter Zeit auch vermehrt kreative Jungwinzer nutzen. Die Größe und Vielfalt der rheinhessischen Landschaft bedingt auch die Fülle an unterschiedlichen Böden und Rebsorten. Lößböden stellen den größten Teil dar. Unter den Trauben-Favoriten liegt der Müller-Thurgau, auch als Rivaner bekannt, an erster Stelle. Ihm folgt der Riesling und als dritter im Bunde der Silvaner. Die meistangebaute Rotweinrebe ist der Dornfelder neben Portugieser, Spätburgunder und Cabernet Sauvignon.

Tulbagh, in dem seit Ende des 17. Jahrhunderts Rebstöcke bewirtschaftet werden, ist mit 22 Hektar ein recht kleines Weinanbaugebiet in Südafrika. Eine gute Autostunde nördlich von Kapstadt gelegen, ist dieses besondere Weinanbaugebiet im klimatisch begünstigten Breede-River-Tal an drei Seiten von Bergen umgeben, die in der Winterzeit mit Schnee bedeckt sind. Die Böden in Tulbagh sind fruchtbar und bestehen aus Granit, verwittertem Plattenschiefer und altem Sandstein. Die lehmige Struktur sorgt für eine gute Wasserspeicherfähigkeit. Neben der weißen Rebe Chenin Blanc sind im Weinanbaugebiet Tulbagh die roten Rebsorten Shiraz und Cabernet Sauvignon stark vertreten. Aus Tulbagh stammen Weine bester Qualität. Nicht selten werden hier Weine mit nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet.

Rezepte

Rezept 1 mit unserem leckeren Müller-Thurgau:
Eine cremige Rosenkohlsuppe, leicht asiatisch angehaucht und perfekt für die gemütliche Winterzeit.
Hier gibt es das Rezept.

Rezept 2 mit unserem leckeren Chardonnay-Weißburgunder:
Zander in einer cremigen Sahnesauce mit Pellkartoffeln, ideal als festliche Hauptspeise.
Hier gibt es das Rezept.

Rezept 3 mit unserem leckeren Bio Rosé:
Eine Mousse au Chocolat aus Halbbitterschokolade mit rosa Pfefferbeeren, der optimale Abschluss für jedes Menü.
Hier gibt es das Rezept.

Rezept 4 mit unserem leckeren Shiraz:
Zarte Filetspitzen in Shiraz-Sauce, ein leckerer Hauptgang. 
Hier gibt es das Rezept.

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